Linoldruck für Anfänger: Dein erster einfacher Druck (Schritt für Schritt)
Linoldruck für Anfänger: Einfache Anleitung für deinen ersten Druck
Linoldruck wirkt am Anfang oft kompliziert – ist aber mit den richtigen Schritten überraschend einfach. In dieser Anleitung zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du deinen ersten Linoldruck erstellst – ganz ohne komplizierte Motive oder Vorkenntnisse.
Bevor du mit mehreren Farben oder Ebenen arbeitest, lohnt es sich, mit einem einfarbigen Druck zu starten. So verstehst du den grundlegenden Ablauf, ohne dich zu überfordern – und hältst trotzdem am Ende ein fertiges Ergebnis in der Hand.
In dieser Anleitung erstellst du Schritt für Schritt deinen ersten Linoldruck.
Du möchtest direkt loslegen? Hier kannst du dir die Vorlage herunterladen:


Was du für Linoldruck brauchst
Halte es bewusst einfach:
- eine Linolplatte
- einfache Schnitzwerkzeuge (für dieses Tutorial habe ich 4 verschiedene Klingen genutzt, das muss nicht zwingend sein)
- ein Bleistift
- Papier zum Bedrucken (130-180 gsm, möglichst glatt)
- Druckfarbe (optimal ölbasiert und wasserlöslich)
- eine Farbwalze
- ein Löffel und ein Handreiber
Für mehr Sicherheit empfehle ich dennoch eine Schneidematte, um den Tisch zu schonen und zwei Federzwingen oder eine rutschfeste Unterlage. Meine Linoldruck Werkzeugliste zum Download findest du hier.
1. Wähle ein einfaches Motiv
Starte klein. Gut geeignet sind Elemente, die „verzeihen“. Etwas Florales eignet sich oft gut. Für das Tutorial habe ich mich für ein Rundbogenfenster entschieden, aus dem ich ein paar Sterne, Wolken und einen Mond entferne, die dann im spätere Druck weiß erscheinen. Das Pendant dazu, die Sonne, ist noch etwas einfacher zu Schnitzen. Starte einfach mit dem Motiv, das dir besser gefällt.
Vermeide zu viele Details. Linoldruck lebt von Kontrast, nicht von Komplexität.


2. Linoldruck Motiv auf Linol übertragen
Zeichne dein Motiv zunächst auf Papier in der Größe, die du später abdrucken willst. Wenn du nicht selbst zeichnen möchtest, kannst du gerne meine Vorlage nutzen. Das Bild wird im Druck spiegelverkehrt erscheinen also musst du es entweder selbst spiegeln oder die Spiegelung in Kauf nehmen. Solange du keine Schrift in dein Motiv einbaust, sollte das aber kein Problem sein. Falls du kein eigenes Motiv verwenden möchtest, kannst du meine Vorlage nutzen – diese ist bereits gespiegelt und für A5 große Linolplatten geeignet.
Übertrage es dann mit Kohlepapier auf die Linolplatte.
Wichtig: Alles, was du wegschnitzt, wird später nicht gedruckt.
3. Druckplatte Schnitzen
Beginne mit einer feinen Klinge und fahre die Linien nach. Wiederhole den Vorgang mit einer breiteren Klinge. So schützt du dein Motiv vor versehentlichen Schnitzern! Achte darauf, mit eher wenig Druck zu arbeiten – die Klinge sollte ruhig durch das Material gleiten, nicht kratzen oder hängen bleiben. Das kannst du über den richtigen Winkel am besten beeinflussen.
Anschließend entfernst du nach und nach die Flächen, die weiß bleiben sollen mit breiteren Klingen. Gut geeignet für das Entfernen großer Flächen ist das Pfeil B7/14 oder L7/10.
Wichtig: Schnitze immer von deiner Hand weg! Idealerweise arbeitest du beidhändig beim Arbeiten, sodass du dich nicht schneiden kannst – eine Antirutsch-Unterlage hilft dir dabei.


4. Farbe auftragen
Verteile eine kleine Menge Farbe auf deiner Mischfläche und rolle sie gleichmäßig aus. Nutz die Farbe direkt aus der Tube oder misch dir deine Wunschfarbe an – mit den 5 Hauptfarben kannst du eine riesige Bandbreite an Farben mischen.
Die Farbschicht sollte dünn und gleichmäßig sein. Wirkt sie dick oder unruhig, ist es meist zu viel Farbe. Wenn dein Druck fleckig wird, liegt das oft nicht am Motiv, sondern an zu wenig Druck, am Papier oder an zu wenig Farbe.
Für das Mondmotiv habe ich mich trotzdem für eine fertige Farbe entschieden, nämlich „Powder Blue“ von Cranfield – eine ölbasierte und wasserlösliche Farbe.
5. Mit Linol drucken - so funktioniert es
Wenn du einen schönen Rand rund um dein Motiv haben möchtest, platziere die Linolplatte mittig auf einer Druckvorlage und nutze dieses als Registrierung. Ich habe das Motiv mit einem Cutter freigestellt, da ich die äußeren Bereiche nicht brauche.
Mit doppelseitigem Klebeband kannst du die zugeschnittene Druckplatte auf dem Ausdruck befestigen und vor Verrutschen sichern. Das zu bedruckende Blatt kannst du dann ebenfalls passgenau daran anlegen.
Lege das Papier vorsichtig auf die eingefärbte Linolplatte.


Starte mit dem japanischen Handreiber und bewege ihn mit kreisenden Bewegungen über das Druckpapier. Vorsichtig, um das Blatt nicht zu verschieben.

Prüf dein Ergebnis zwischendurch, in dem du nur eine Kante ein wenig hochhebst und die andere festhältst, damit nichts verrutscht.

Nach dem Randreiber wechselst du zum Holzlöffel. Ein Metalllöffel wird durch die Reibung heiß, daher wird allgemein Holz empfohlen.

Wenn das Ergebnis gleichmäßig ist, ist der große Moment gekommen, das Papier vollständig hochzuheben.
Dein erster Linoldruck
Fertig.
Dein erster Linoldruck ist entstanden.
Er wird vielleicht nicht gleich beim ersten Mal perfekt sein – und genau das ist normal. Linoldruck ist ein handwerklicher Prozess, und jeder Druck bringt dich ein Stück weiter. Dein Druck wird trotzdem super aussehen, weil das Zusammenspiel aus Druckfarbe und Papier eine ganz eigene Magie erzeugt!

Wie es weitergeht
Das hier ist die Grundlage, vereinfacht runtergerbochen – genau darauf bauen mehrfarbige Drucke auf. Wenn du dich mit dem Ablauf sicher fühlst, kannst du anfangen zu experimentieren:
- mehrere Farben oder Farbverläufe
- Druck in Ebenen
- komplexere Motive
Das hier ist die Grundlage für jeden Linoldruck.
Wenn du darauf aufbauend lernen möchtest, wie mehrfarbige Drucke sauber geplant und umgesetzt werden, zeige ich dir das Schritt für Schritt in meinem Kurs.
Wenn dich interessiert, welche Werkzeuge und Materialien ich persönlich beim Linoldruck verwende, kannst du hier meine Linoldruck-Werkzeugliste herunterladen.
Farbvarianten und Farbverläufe

Statt eines einfarbigen Motivs könntest du auch einen Farbverlauf ausprobieren. Da der Himmel zur Dämmerung oft Rosa und Blau erscheint, habe ich hier diese Farbkombination ausprobiert.

Probier gerne eigene Farbkombinationen aus. Statt eines Farbverlaufs könntest du für den unteren Wolkenteil eine Farbe wählen als für den oberen Teil. Lass deiner Fantasie freien Lauf.



Zum Schluss ein Tipp
Mach dir nicht zu viele Gedanken über deinen ersten Druck.
Halte es einfach, bring es zu Ende – und mach direkt den nächsten.
So lernst du am schnellsten. Genau so entwickelst du Schritt für Schritt ein Gefühl für den Prozess. Du möchtest direkt loslegen? Hier kannst du dir die Vorlage herunterladen:
Linoldruck Anleitung
Noch unsicher, welche Werkzeuge und Materialien du für dein Linoldruck Starterkit benötigst? Dann lad dir jetzt meine Anleitung mit Produktempfehlungen für Linoldruck Einsteiger herunter – auf 6 Seiten liste ich alle Produkte auf, die ich benötige, um meine bunten Drucke anzufertigen – denn du kannst das auch!
Anna Hermsdorf ist Linoldruck-Designerin aus Deutschland. Sie gestaltet farbenfrohe Linoldrucke und vermittelt moderne Linoldruck-Techniken online und in Workshops.
Metallicfarben im Linoldruck mischen: Silber + Magenta
Experiment mit Metallicfarben im Linoldruck: Silber + Magenta
Als ich an meinem neuesten Girl, Cosmic Starlight, gearbeitet habe, wollte ich, dass die Farben ein wenig retro-futuristisch wirken – irgendwo zwischen 80er-Jahre Weltraumästhetik und verträumter Sci-Fi-Illustration.
Für diesen Druck habe ich nach längerer Zeit wieder mit Metallicfarben experimentiert. Statt Silber einfach pur zu verwenden, habe ich eine kleine Menge Magenta in die silberne Metallicfarbe gemischt.
Das Ergebnis hat mich überrascht: Der Farbton wurde zu einem weichen Flieder mit einem dezenten Schimmer, der sich je nach Lichteinfall verändert. Es wirkt nicht übermäßig glitzernd, sondern gibt dem Druck eine leicht magische Qualität, die perfekt zum kosmischen Thema passt.

Wie ich den violetten Metallic-Ton gemischt habe
Beim Drucken ist mir aufgefallen, dass sich Metallicfarben etwas anders verhalten als normale Druckfarben. Auf der Glasplatte wirken sie oft sehr kräftig, auf dem Papier erscheinen sie dann aber deutlich weicher und subtiler. Ich brauchte ein paar Versuche, bis ich den gewünschten Farbton gefunden hatte. Es hilft sehr, die Farbe direkt auf dem Papier zu testen, auf dem man später auch drucken möchte.
Während der Arbeit habe ich ein paar Momente aus dem Prozess dokumentiert. Gemischt habe ich eine traditionelle Reliefdruckfarbe in Silber mit Caligo Safe Wash Relief Ink in Magenta – beide von meinem Lieblingshersteller Cranfield. Da beide Farben ölbasierend sind, spielt es keine Rolle, dass eine wasserlöslich ist und die andere nicht. Allerdings lässt sich die Mischung trotzdem etwas schwieriger reinigen als reine wasserlösliche Farbe.

Traditionelle Reliefdruckfarbe Silber pur

Silber mit Magenta gemischt ergibt Violett

Silber, Magenta und Weiß ergibt einen eher stumpfen Ton
Der fertige Druck heißt Cosmic Starlight. Er ist Teil meiner fortlaufenden Serie „Girls with Whimsical Minds“ und greift Themen wie Retro-Futurismus und das Space-Age-Design mit einem subtilen 80er-Jahre-Vibe auf. Du findest den Druck in meinem Etsy-Shop.
Möchtest du tiefer in den Linoldruck einsteigen?
Wenn dich interessiert, welche Werkzeuge und Materialien ich persönlich beim Linoldruck verwende, kannst du hier meine Linoldruck-Werkzeugliste herunterladen.
Wenn du den gesamten Prozess Schritt für Schritt lernen möchtest – von der ersten Skizze bis zum fertigen Druck – könnte dir auch mein Onlinekurs „Schnitt für Schnitt“ gefallen.
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Anna Hermsdorf ist Linoldruck-Designerin aus Deutschland. Sie gestaltet farbenfrohe Linoldrucke und vermittelt moderne Linoldruck-Techniken online und in Workshops.
Warum wird mein Linoldruck fleckig? Ursachen und Lösungen
admin
Du ziehst das Papier vorsichtig ab – und statt einer gleichmäßigen Farbfläche siehst du helle Stellen, unruhige Strukturen oder fleckige Bereiche?
Ein fleckiger Linoldruck gehört zu den häufigsten Problemen, besonders beim Drucken von Hand aber auch mit Druckerpresse kann das passieren! Die gute Nachricht: In fast allen Fällen liegt die Ursache nicht am Motiv, sondern an Technik oder Material.
Hier sind die häufigsten Gründe, warum ein Linoldruck fleckig wird – und wie du das Problem behebst.

1. Zu wenig Farbe auf der Platte
Eine der häufigsten Ursachen für einen fleckigen Linoldruck ist eine zu dünne Farbschicht. Wenn du das Linol noch durchschimmern siehst, hast du zu wenig Farbe auf der Platte. Das Ergebnis
- helle Stellen im gesamten bedruckten Bereich
- eine ungleichmäßige Farbdeckung in bestimmten Bereichen
Was du tun kannst:
Rolle die Farbe länger auf einer glatten Fläche aus, bis sie sich gleichmäßig verteilt hat. Die Rolle sollte ein leicht klebriges Geräusch erzeugen und rundum dünn, aber deckend beschichtet sein. Die Druckfläche aus mehreren Winkeln einzuwalzen (statt nur rauf und runter) hilft außerdem!
In meinem Artikel Zu viel oder zu wenig Farbe beim Linoldruck – so findest du die richtige Balance erfährst zu mehr zu diesem Punkt.

2. Partikel oder Krümel auf der Druckplatte
Kleine Linolreste, Staub, Jutefasern oder getrocknete Farbpartikel auf deiner geschnitzten Linoldruckplatte können verhindern, dass die Farbe sauber übertragen wird.
Typische Anzeichen nach dem Drucken:
-
kleine weiße Punkte in dunklen Flächen
-
unregelmäßige Unterbrechungen
-
punktuelle Aussetzer
Lösung:
Kontrolliere deine Platte vor jedem Druck. Puste lose Partikel oder Jutefasern weg oder wische die Oberfläche vorsichtig mit einem trockenen Tuch oder einem Zeichenbesen ab. Auch deine Farbrolle sollte sauber sein.
3. Zu wenig oder ungleichmäßiger Druck
Gerade beim Drucken ohne Presse entsteht ein fleckiger Linoldruck oft durch ungleichmäßige Druckverteilung. Wenn du nicht überall denselben Druck ausübst, wird die Farbe an manchen Stellen stärker übertragen als an anderen. Beim Drucken mit Presse kann das auch passieren, da lohnt sich eine kleinere Filzmatte, die den Druck gezielt verteilt.
Das Ergebnis:
-
dunklere und hellere Zonen
-
unruhige Flächen
-
unvollständige Farbübertragung
Was hilft:
Arbeite in kleinen, kreisenden Bewegungen über die gesamte Fläche. Achte besonders auf die Ränder und Ecken. Nimm dir Zeit – gleichmäßiger Druck ist wichtiger als Geschwindigkeit. Heb regelmäßig nur einen Teil des Papier leicht an, um dir das Ergebnis darunter anzusehen und leg das Papier wieder vorsichtig zurück. So bekommst du stellenweise einen Eindruck, wo noch Druck fehlt.
Außerdem solltest du die Druckplatte nicht wie einen Stempel benutzen – lies hier, was ich damit meine.

4. Papier ist zu dick oder stark texturiert
Nicht jedes Papier eignet sich für Linoldruck.
Sehr dickes oder stark strukturiertes Papier (z.B. Aquarellpapier) nimmt die Farbe schlechter auf – besonders beim Handdruck. Die Farbe erreicht dann nicht jede Vertiefung der Papieroberfläche.
Typische Folge:
Ein (eher gleichmäßig) fleckiger Druck, obwohl Farbauftrag und Druckkraft eigentlich stimmen.
Lösung:
Verwende glattes, nicht strukturiertes Papier mit moderater Stärke. Gerade für Anfänger lohnt sich ein bewährtes Druckpapier, das gut mit Handdruck funktioniert. Ich empfehle Papier mit ungefähr 160 gsm.
Mit Presse ist es einfacher, auch dicke Papier zu bedrucken aber auch da gibt es gewisse Anforderungen. Lies hier, ob du eine Presse für den Linoldruck brauchst.
5. Wasserbasierte Farbe trocknet zu schnell an
Wasserbasierte Linoldruckfarbe ist beliebt aber ich liebe sie nicht, sorry! Sie hat (mehr als) einen entscheidenden Nachteil: Sie trocknet relativ schnell an.
Wenn zwischen Farbauftrag und Druck zu viel Zeit vergeht, kann die Farbe bereits leicht antrocknen. Das führt zu:
-
ungleichmäßiger Farbübertragung
-
körniger Oberfläche
-
fleckigem Ergebnis
Was du beachten solltest:
Arbeite zügig nach dem Einrollen der Farbe. Trage die Farbe nicht zu dünn auf und vermeide längere Pausen zwischen Farbauftrag und Druck. Oder noch besser: Wechsle zu ölbasierten wasserlöslichen Farben! In meiner Werkzeugliste findest du alle meine Empfehlungen.

Fazit: Ein fleckiger Linoldruck ist kein Zufall
Wenn dein Linoldruck fleckig wird, liegt es fast immer an einem der genannte Faktoren:
Farbmenge, Sauberkeit der Platte, Druckverteilung, Papierwahl, Trocknungsverhalten der Farbe
Das Entscheidende ist:
Es ist ein technisches Problem – kein Talentproblem.
Sobald du die Ursache erkennst, kannst du gezielt nachjustieren und deine Drucke werden deutlich gleichmäßiger. Manchmal sind auch mehrere Ursachen gleichzeitig dafür verantwortlich, dass der Abdruck nicht so wird, wie erhofft. Papier, Druck und Farbe stehen in einem Verhältnis zueinander, wo sie sich gegenseitig beeinflussen.
Viele stellen fest, dass sie die Theorie schnell verstehen, aber bei der praktischen Umsetzung unsicher bleiben. Gerade Details wie Farbmenge oder Druckverteilung lassen sich mit einer strukturierten Anleitung deutlich leichter kontrollieren.
Mit etwas Übung – und dem richtigen Material – bekommst du saubere, gleichmäßige Ergebnisse. Und wenn die technischen Grundlagen sitzen, kannst du dich ganz auf deinen eigenen Stil konzentrieren.
Linoldruck Anleitung
Noch unsicher, welche Werkzeuge und Materialien du für dein Linoldruck Starterkit benötigst? Dann lad dir jetzt meine Anleitung mit Produktempfehlungen für Linoldruck Einsteiger herunter – auf 6 Seiten liste ich alle Produkte auf, die ich benötige, um meine bunten Drucke anzufertigen – denn du kannst das auch!
Warum manche Linoldruck am Anfang hassen – und was wirklich dahinter steckt
admin
Neulich habe ich ein Reel gesehen, in dem eine Anfängerin meinte, sie verstehe einfach nicht, warum alle Linoldruck so toll finden – sie habe jede Sekunde davon gehasst. Und ehrlich? Ich musste schmunzeln, weil ich genau wusste, warum.
Nicht, weil Linoldruck doof ist. Sondern, weil sie’s sich einfach selbst richtig schwer gemacht hat.
Und das passiert super oft. Wenn man am Anfang steht, weiß man ja noch gar nicht, was das Arbeiten leichter oder angenehmer macht – also kämpft man sich durch zu harte Platten, stumpfe Messer und Drucke, die irgendwie nie so rauskommen, wie man’s im Kopf hatte.
Ich weiß noch, wie das bei mir war. Ich hatte zwar schon einen kreativen Background, aber im Linoldruck hab ich auch erstmal alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Und trotzdem war da sofort dieses Gefühl, dass das „mein Ding“ ist. Nur: Der Weg dahin war eben holprig.

Der häufigste Grund, warum Linoldruck nervt
Linoldruck ist eigentlich ein total meditatives Handwerk. Nur merkt man das erst, wenn man ein paar Dinge verstanden hat.
Die meisten geben zu früh auf, weil sie mit Materialien arbeiten, die einfach keinen Spaß machen.
Wenn du z. B. eine billige, harte Platte erwischst, hast du schon verloren – da kratzt du mehr, als dass du schneidest. Die Klinge bleibt hängen, das Linol reißt aus, du bekommst einen Krampf im Handgelenk und denkst dir: Warum tut man sich das freiwillig an?
Gleiches Spiel mit stumpfen Werkzeugen oder Motiven, die viel zu detailliert sind. Und dann kommt noch die Farbe dazu, die sich ungleichmäßig verteilt und das Papier klebt an der Platte. Kein Wunder, dass man frustriert ist.



Linoldruck kann leicht sein – ehrlich!
Wenn man aber einmal weiß, worauf’s ankommt, verändert sich alles.
Eine gute, weiche Platte, scharfe Messer, ein einfaches Motiv und etwas Geduld – mehr braucht’s gar nicht.
Plötzlich fließt der Schnitt, das Einwalzen wird gleichmäßig, und der Moment, in dem du den ersten guten Abdruck abhebst, ist einfach magisch.
Ich finde, Linoldruck hat so viel mit Ruhe, Rhythmus und Gefühl zu tun. Wenn man nicht dagegen ankämpft, sondern mit dem Material arbeitet, entsteht genau dieser Flow, von dem alle sprechen.
Also, falls du Linoldruck gehasst hast …
… gib ihm nochmal eine Chance. Vielleicht lag’s nicht an dir, sondern an den falschen Voraussetzungen.
Probier’s mit besseren Werkzeugen, einfachen Formen und lass dir Zeit.
Linoldruck muss kein Kampf sein – er kann genau das Gegenteil sein. Und dabei möchte ich dir mit meinen Inhalte helfen.
Linoldruck Anleitung
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Warum du deine Linolplatte niemals unter fließend Wasser abspülen solltest
admin
Linolplatte reinigen – klingt einfach, oder? Doch bei der Reinigung deiner Linolplatte kann ein kleiner Fehler schnell große Folgen haben. Dieser Fehler tut zwar nicht körperlich weh, kann aber richtig ärgerlich sein: Wenn du deine Linolplatte unter fließendem Wasser abspülst, riskierst du, dass sie sich verzieht oder unbrauchbar wird.
Traditionelles graues oder braunes Linoleum hat auf der Rückseite eine Schicht aus Jutefasern.
Wenn diese komplett oder großflächig nass werden, ziehen sie sich beim Trocknen zusammen.
Das führt dazu, dass sich die Platte verformt und sich konvex nach oben wölbt – so, als würde sie „krumm trocknen“.
Leider lässt sich das kaum rückgängig machen. Mit einer verzogenen Linolplatte zu drucken, ist mühsam und ungenau – und die einzige Rettung wäre, sie auf eine feste Oberfläche zu kleben. Aber so weit muss es gar nicht kommen!

Wie du Linolplatten richtig reinigst
Wenn du nach dem Drucken die Farbe entfernst, brauchst du kein fließendes Wasser. Eine Schüssel mit Wasser, ein Schwamm und Spülmittel reichen völlig – natürlich vorausgesetzt, du hast wasserlösliche Farbe! Meine Empfehlungen für Farben findest du hier.
Ein zusätzlicher Tipp:
Lege dir ein altes Handtuch oder Spültuch bereit, auf dem du alles reinigen kannst, ohne dein Arbeitsumfeld zu verschmieren. So bleibt dein Arbeitsplatz sauber, und du hast alles unter Kontrolle.

Eine Box mit Wasser und eine Sprühflasche

Spülmittel oder ein einfaches Stück Seife

Dünne Spülschwämme und Lappen
Richtig lagern = länger Freude am Drucken
Auch die Aufbewahrung ist wichtig. Linolplatten sollten flach liegen und trocken bleiben . So verhinderst du, dass sich die Platten verformen oder Staub an der Oberfläche festsetzt.
Wenn du häufiger druckst, lohnt es sich, dafür eine kleine Schublade oder Mappe einzurichten – übersichtlich, griffbereit und sicher verstaut. Ich persönlich bewahre meine Druckplatten in Plastikboxen mit Deckel namens „SAMLA“ von IKEA auf.
Mehr Tipps in meinem Onlinekurs
In meinem Onlinekurs widme ich dem Reinigen und Aufbewahren von Druckutensilien ein ganzes Modul.
In drei Videolektionen erfährst du:
✔ Wie du dir ein praktisches, platzsparendes Reinigungs-Setup einrichtest
✔ Welche einfachen Regeln du beachten solltest, um deine Drucksachen richtig zu säubern
✔ Wie du deine Materialien anschließend optimal lagerst, damit sie dir lange erhalten bleiben
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Warum du die Platte nicht wie einen Stempel benutzen solltest
admin
Lass uns über einen weiteren typischen Fehler sprechen, der mir selbst auch passiert ist – diesmal aus dem Bereich „Drucken“!
Dieser Fehler betrifft vor allem alle, die mit traditionellem Linoleum arbeiten – also mit diesen grauen oder braunen Platten mit der Jutefaser auf der Rückseite.
Der Fehler: Platte oben, Papier unten
Viele Linoldruck-Anfänger machen es intuitiv so: Sie drücken die Linolplatte wie einen Stempel auf das Papier.
Doch das ist die falsche Reihenfolge – richtig ist: Platte unten, Papier oben!
Warum? Linolplatten sind im Gegensatz zu Stempeln aus Gummi relativ unflexibel. Wenn du sie von oben aufdrückst, verteilt sich der Druck ungleichmäßig. Du siehst nicht, wo die Farbe schon gut übertragen wurde – und wo sie noch fehlt.

Das Ergebnis: Fehlende Farbe und ungleichmäßige Drucke
Wenn du die Platte wie einen Stempel verwendest, wird dein Druckbild lückenhaft oder fleckig. Besonders ohne Druckpresse ist das ärgerlich, weil du viel Zeit und Kraft investierst – und das Ergebnis trotzdem nicht überzeugt.
So machst du es dir leichter
Lege die Linolplatte flach auf den Tisch, Papier oben drauf – und drucke dann mit gleichmäßigem Druck.
So hast du jederzeit Kontrolle über dein Druckergebnis:
Du kannst das Papier stellenweise leicht anheben und prüfen, wie der Druck aussieht.
Fehlt noch Farbe? Dann kannst du gezielt nachwalzen oder etwas mehr Druck ausüben.
Mit ein bisschen Übung bekommst du so gleichmäßige, saubere und deckende Drucke, auch ganz ohne Presse.
Noch unsicher beim Drucken?
In meinem Onlinekurs für Linoldruck-Einsteiger zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du:
✔ dein Druckergebnis sichtbar verbesserst,
✔ Druckfehler erkennst und vermeidest,
✔ und deine Drucke sogar retten kannst, wenn mal was schiefgeht.
Hast du Lust, dabei zu sein?
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Zu viel oder zu wenig Farbe beim Linoldruck – so findest du die richtige Balance
admin
Die richtige Farbmenge zu treffen, ist eine der häufigsten Herausforderungen im Linoldruck. Zu viel oder zu wenig Farbe – beides kann das Druckergebnis beeinträchtigen. Die gute Nachricht: Mit etwas Übung und den richtigen Tipps bekommst du schnell ein Gefühl dafür, was passt.
Zu viel Farbe – warum das zum Problem wird
Dieser Fehler ist zwar häufig, aber leicht zu vermeiden. Wenn du zu viel Farbe verwendest, quillt sie über die Ränder hinaus, feine Linien verschwimmen und dein Druck wirkt unsauber.
Ein weiterer Nachteil: Besonders bei ölbasierter Linoldruckfarbe verlängert sich die Trocknungszeit enorm. Während eine dünne Schicht in wenigen Tagen trocknet, kann eine dicke Farbschicht Wochen brauchen, bis der Druck vollständig durchgetrocknet ist.

Wie du erkennst, dass du zu viel Farbe verwendest
Du kannst es nicht nur sehen, sondern auch hören! Wenn zu viel Farbe auf der Walze ist, klingt das Ausrollen schmatzend und klebrig, fast wie Matsch unter den Schuhen.
Die richtige Menge dagegen erzeugt ein gleichmäßiges, leises und fast trockenes Geräusch. In meinem Onlinekurs zeige ich dir den Unterschied in einer Videolektion – so lernst du, die perfekte Farbmenge zu erkennen und kontrolliert zu drucken.
Zu wenig Farbe? Kein Drama!
Zu wenig Farbe ist im Linoldruck weit weniger problematisch. Du kannst einfach nachwalzen oder beim Drucken etwas mehr Druck aufbauen.
Das Geheimnis schöner Drucke liegt in der Balance zwischen Farbe, Papier und Druckstärke – und die kannst du mit ein bisschen Übung leicht finden.
Wenn ein Druck einmal nicht perfekt gelingt, ist das kein Grund zur Frustration. Meist lässt sich das Ergebnis mit kleinen Anpassungen retten.
In meinem Onlinekurs zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du saubere, deckende und ausdrucksstarke Drucke hinbekommst – ohne Frust und mit viel Freude am Drucken.
Linoldruck Anleitung
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Gefährlicher Anfängerfehler beim Schnitzen – so vermeidest du Verletzungen
admin
Dieser Fehler ist richtig fies – weil er schnell passiert und richtig wehtut. Schnitzen braucht volle Aufmerksamkeit. Und selbst wenn du vorsichtig bist: Fast jeder kennt diesen Moment, in dem das Messer abrutscht – und zack, du hast dich geschnitten. Wie du das Risiko minimierst, verrate ich dir:
Warum das so häufig passiert
Ein Klassiker sind günstige Schnitzmessersets. Die werden oft viel zu schnell stumpf. Und sobald eine Klinge nicht mehr sauber schneidet, rutscht sie leichter ab.
Dazu kommt, dass viele Anfänger ihre Hände ungünstig platzieren – oft genau da, wo die Klinge im Zweifel hin will. Keine gute Kombi.

Warum stumpfe Klingen gefährlich sind
Das klingt erstmal widersprüchlich, ist aber so: Eine stumpfe Klinge ist gefährlicher als eine scharfe.
Warum? Weil du mehr Druck brauchst. Mehr Druck heißt weniger Kontrolle. Und wenn die Klinge dann plötzlich nachgibt, macht sie gern einen kleinen Satz – leider oft Richtung Finger.
Eine scharfe Klinge dagegen gleitet kontrolliert durchs Material. Du brauchst weniger Kraft, arbeitest ruhiger und hast viel mehr Kontrolle.
Praktische Sicherheitsregeln beim Schnitzen
Ein paar Dinge machen beim Schnitzen einen riesigen Unterschied – und sind eigentlich ganz simpel. Das Wichtigste: Arbeite mit einer scharfen Klinge. Entweder schärfst du dein Messer regelmäßig nach oder tauschst Einwegklingen rechtzeitig aus. Sobald du merkst, dass du mehr Druck brauchst, ist es höchste Zeit. Genauso entscheidend ist die Handhaltung. Die passive Hand sollte nie dort sein, wo die Klinge im Zweifel hinrutschen könnte. Klingt banal, wird aber gerade am Anfang oft unterschätzt.
Achte außerdem darauf, wie du schneidest: Schnitte sollten immer vom Körper weg oder nach außen geführt werden, nicht „zu dir hin“. Eine stabile Arbeitsfläche hilft enorm – ein fester Tisch und eine rutschfeste Matte sorgen dafür, dass nichts ungewollt verrutscht. Auch beim Werkzeug lohnt es sich, nicht am falschen Ende zu sparen. Ein solides Messer ist deutlich sicherer als ein billiges Set, das schnell stumpf wird und frustriert.
Und ganz wichtig: Hör auf deinen Körper. Wenn du müde wirst oder merkst, dass die Konzentration nachlässt, leg das Messer kurz weg. Pausen sind kein Zeichen von Schwäche, sondern von Verantwortung. Ein kleines Pflaster oder Verbandsset in Reichweite schadet übrigens auch nie – nicht aus Panik, sondern einfach, weil es dazugehört.
Mehr Sicherheitstipps in meinem Kurs
Das alles muss wirklich nicht passieren. In meinem Kurs zeige ich dir, wie du Klingen sicher schärfst, wie du deine Hände richtig platzierst, welche Messer sich wirklich lohnen und wie du entspannt und ergonomisch arbeitest.
Schnitzen kann unglaublich ruhig, meditativ und erfüllend sein – wenn du dich dabei sicher fühlst. Wenn du Lust hast, begleite ich dich Schritt für Schritt.
Linoldruck Anleitung
Noch unsicher, welche Werkzeuge und Materialien du für dein Linoldruck Starterkit benötigst? Dann lad dir jetzt meine Anleitung mit Produktempfehlungen für Linoldruck Einsteiger herunter – auf 6 Seiten liste ich alle Produkte auf, die ich benötige, um meine bunten Drucke anzufertigen – denn du kannst das auch!
Linoldruck Anfängerfehler: Warum du deine Zeichnung unbedingt spiegeln solltest
admin
Einer der häufigsten Linoldruck Anfängerfehler: Die Zeichnung wird nicht gespiegelt.
Vor allem, wenn du direkt auf die Linolplatte zeichnest, passiert das fast jedem – mir übrigens auch! 😄
Besonders kritisch wird es, wenn du Schrift in dein Motiv integrierst. Wird sie nicht gespiegelt, erscheint sie im Druck spiegelverkehrt – und das macht deinen Druck oft unbrauchbar. Ärgerlich, wenn du das erst beim ersten Abdruck bemerkst.
Wie du diesen Fehler vermeiden kannst
Aus Fehlern lernt man – aber du musst sie nicht selbst machen. In meinem Onlinekurs für Linoldruck Einsteiger zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du Zeichnungen richtig vorbereitest und spiegelst. Du kannst dabei analog arbeiten mit Transparentpapier oder digital, z. B. auf dem iPad Pro.
Direkt auf die Linolplatte zu zeichnen funktioniert manchmal, aber wenn du mehrfarbig drucken möchtest, ist eine genaue Planung entscheidend.

Planung ist alles
Für mich hat es sich bewährt, zuerst eine kleine Skizze im Skizzenbuch anzufertigen. So kannst du die Komposition festlegen und besser einschätzen, wie dein Druck später wirkt.
Ich hole mir oft Inspiration auf Pinterest – einfach draufloszeichnen funktioniert selten, wenn das Motiv harmonisch und technisch druckbar sein soll.
Wenn du Unterstützung beim Einstieg willst, findest du in meinem Kurs alles, was du brauchst, um direkt loszulegen – von der Idee bis zum fertigen Druck.
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Linoldruck Anfänger Set: Diese Materialien brauchst du wirklich zum Start
admin
Wenn das Interesse für den Linoldruck einmal geweckt ist, möchtest du dich sicher gleich mit den notwendigen Werkzeugen und Materialien eindecken, richtig?
Doch wo fängt man da an? Eine schnelle Google-Suche liefert dir zahllose Anfänger Sets für Linoldruck – und das klingt zunächst sehr praktisch.
Aaaaber: Viele dieser Linoldruck Starter Sets bestehen aus günstigen, wenig anfängerfreundlichen Produkten. Stumpfe Klingen, harte alte Linolplatten oder Farbe, die schon während des Druckens trocknet – all das kann schnell zu Frust führen.
Im schlimmsten Fall erwischst du genau so ein Set und verlierst die Lust am Drucken, bevor du überhaupt richtig angefangen hast.
Warum günstige Linoldruck Sets oft frustrieren
Ich möchte nicht alle Produkte über einen Kamm scheren – aber die meisten günstigen Linoldruck Anfänger Sets auf dem Markt sind leider von minderer Qualität. Wenn du dich dem Hobby ernsthaft widmen willst, lohnt es sich, dein Linoldruck Starter Set selbst zusammenzustellen – aus hochwertigen Produkten, die dich beim Einstieg unterstützen.
Und falls du dir noch unsicher bist, ob dir Linoldruck Spaß macht: Gute Materialien kannst du später problemlos weiterverkaufen. Aber wenn du ein schlechtes Set kaufst und keinen Spaß hast, ist das Geld wirklich verloren.

Linoldruck – Was braucht man als Anfänger?
Starte auf einfache Weise: Zeichne dein Motiv auf Papier oder direkt auf die Linolplatte.
Transparentpapier ist perfekt, um Motive mit mehreren Farbebenen zu übertragen oder überschüssige Druckfarbe aufzubewahren.
Halte dein Motiv anfangs schlicht und arbeite im Format A5. Tipp: Kaufe deine Linolplatten online – dort ist die Chance höher, frisches, weiches Linoleum zu bekommen. Ich nutze seit Jahren die Platten von Essdee UK.
Zum Übertragen deines Motivs nutzt du Carbonpapier oder Kohlepapier. Einfach zwischen Zeichnung und Linolplatte legen und die Linien nachfahren – schon hast du dein Motiv auf der Platte.

Schnitzen – das Herzstück deines Linoldruck Starter Sets
Zum Schutz deines Arbeitsplatzes reicht eine Schneidematte oder Graupappe.
Die Schnitzwerkzeuge sind entscheidend für Spaß und Erfolg:
Ich empfehle die Werkzeuge der Firma Pfeil – sie kosten ca. 16 € pro Stück, aber du brauchst nur 3–4 Größen.
Mit stumpfen Werkzeugen wird das Schnitzen mühsam und gefährlich, weil man leicht abrutscht.
Meine Favoriten:
-
Pfeil L 12/4 oder L 11/0.5 für Linienarbeit
-
L9/5 für gröbere Bereiche
-
L7/10 oder B7/14 für Hintergründe
Ergänzend: ein Schärfset (z. B. von Flexcut) und ein Handfeger oder breiter Pinsel, um Späne zu entfernen.
Mit Federzwingen kannst du die Platte am Tisch fixieren – das macht das Arbeiten sicherer.
Drucken ohne Presse – so einfach geht’s
Du brauchst:
-
Papier (120–180 g, glatt, z. B. Design Offset White)
-
Zwei Farbwalzen (schmal + mittel, am besten Speedball Soft Rubber)
-
Eine Farbmischunterlage aus Glas oder Kunststoff
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Ein Malmesser zum Mischen
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Und natürlich: Farbe
💡 Tipp: Du brauchst keine Druckerpresse! Ein japanischer Handreiber und ein Holzlöffel reichen völlig aus, um hervorragende Drucke zu erzielen.
Die besten Ergebnisse liefern ölbasierte oder wasserlösliche Farben – ich empfehle Cranfield Caligo Safe Wash Relief Ink (grünes Label). Sie trocknet langsam, lässt sich aber leicht mit Wasser und Seife reinigen.
Für den Anfang reichen 5 Farben: Weiß, Schwarz, Magenta, Gelb und Preußisch Blau.
Zum Trocknen: Hänge deine Drucke mit Klammern auf einen Wäscheständer. Bei ölbasierten Farben dauert das Trocknen mindestens 1 Tag.


Linoldruck reinigen und Farbe aufbewahren
Zur Reinigung brauchst du:
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Eine kleine Box mit Wasser
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Schwamm, Seife, Handschuhe, alte Tücher
Bitte niemals die Linolplatte unter fließendes Wasser halten!
Sonst verziehen sich die Jutefasern – und die Platte ist ruiniert.
Wie du die Linolplatte richtig reinigst, erkläre ich dir in diesem Artikel.
Überschüssige Farbe kannst du übrigens auf Transparentpapier aufbewahren:
Ein kleines Stück (ca. 10×10 cm) zurechtschneiden, Farbe darauf abstreifen, falten und mit Klebeband verschließen – fertig ist dein Farbpäckchen!
Dein Linoldruck Starter Set auf einen Blick
Mehr brauchst du für den Einstieg gar nicht!
Mit nur wenigen, hochwertigen Materialien hast du ein Anfänger Set für Linoldruck, das dich motiviert, anstatt zu frustrieren.
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👉 Oder lies hier weiter, warum Linoldruck am Anfang so schwer wirkt.
Linoldruck Anleitung
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