linoldruck messer schnitzwerkzeug

Diese 5 Produkte haben mich als Linoldruck Anfänger frustriert

admin

Manche Produkte frustrieren mehr als nötig. Erfahre, welche Materialien dir wirklich helfen – und welche du lieber meidest, um motiviert zu bleiben!

Vielleicht kennst du das: Wenn mich ein neues Hobby fasziniert, möchte ich sofort wissen, wie alles funktioniert und oft bin ich so gehyped, dass ich gleich loslegen will. Dann schaue ich unzählige Videos an und verstehe so langsam die Abläufe(zumindest meine ich das 😄). Will ich dann selber starten, stehe ich vor einigen Fragen: Was kaufe ich nun? Ich will kein Geld aus dem Fenster werfen – wer weiß, ob ich bei dem Hobby bleibe?

Dann ist man häufig geneigt, mit günstigen Produkten zu starten – oder? Vollkommen verständlich! JEDOCH muss ich eingestehen, dass manch günstiges Zubehör den umgekehrten Effekt hatte. Nämlich dann, wenn Frustration aufkommt, weil es einfach nicht funktioniert. Und als Anfänger weiß ich ja nicht, ob es an meiner Technik und fehlendem Wissen liegt oder ob das verwendete Produkt ungeeignet ist.

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Es gibt Produkte, da kannst du durchaus sparen und musst keine hochpreisigen Produkte verwenden. Und manche professionellen Produkte wiederum sind viel anfängerfreundlicher als ihre günstigen Alternativen.

frust durch linoldruck produkte

Farbwalzen

Rundstahlgestell mit harten Gummirollen versus Soft Gummiwalze

Erstere sind vermutlich die günstigsten Walzen, die man finden kann, während meine Favoriten von Speedball mit der Soft Gummiwalze eher im Mittelfeld spielen. Wobei das auch relativ ist, da es Walzen für 60 Euro aufwärts gibt, die mir persönlich viel zu teuer sind!

Der Nachteil des Rundstahlrahmens ist, dass er nicht viel Druck verträgt. Leider ist das Auftragen von Farbe mit diesen Walzen aber so ungleichmäßig, dass man geneigt ist, stärker aufzudrücken. Ist der Farbauftrag uneinheitlich, spiegelt sich das im Druck wieder. Mit Übung kann man bestimmt auch mit diesen Walzen ganz gut klarkommen – aber wie gesagt: Als Einsteiger kann man die Gründe für uneinheitliche Druckergebnisse noch nicht gut einschätzen und ist womöglich traurig über ein Ergebnis, das hier zu viel Farbe hat und dort zu wenig. Die Softgummi Walzen hingegen sind ein Traum. Die Farbe lässt sich leicht und gleichmäßig verteilen.

Bei der Reinigung liegen Hartgummi-Walzen zwar vorne, jedoch hat für mich das Druckergebnis Vorrang über dem Reinigen eines Utensils.

linoldruck farbwalze
linoldruck farbe

Farbe - Wasser oder ölbasiert?

Gestartet habe ich mit großen Tuben wasserbasierter Druckfarbe und diesen Schmincke Linoldruck Farben. Gute bekannte Firma, wird schon was sein, dachte ich – doch weit gefehlt. Noch während des Druckens sind die Farben teilweise angetrocknet und im Sommer bei hohen Temperaturen zu drucken war erst recht die Hölle. Mit viel Druck habe ich versucht, ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen. Am Ende habe ich mein Papier von der Druckplatte abreißen müssen, da es dran festgetrocknet war. Das war schon ziemlich frustrierend und ich wusste einfach nicht, an welcher Stelle ich einen Fehler mache.

Meine Antwort auf die Frage nach der Beschaffenheit von Linoldruckfarben wird daher immer lauten: Ölbasiert UND waschbar muss Farbe sein. Bei ölbasierten Druckfarben denkst du vielleicht automatisch an eine schwierige Reinigung mit übel riechenden Substanzen? Zum Glück nicht, darauf hätte ich auch keinen Bock 😀 Es gibt die wunderbaren Caligo Safe Wash Relief Ink Farben von Cranfield, die das Beste aus beiden Welten vereinen. Nämlich hervorragende Druckeigenschaften auf der einen Seite und eine sehr einfache Reinigung mit Wasser und Seife auf der anderen Seite.

Schnitzwerkzeuge

Auch hier lautet mein Credo – bitte nicht am falschen Ende sparen! Mit drei verschiedenen Klingengrößen kann man schon sehr viele Funktionen abdecken und sind für ein Starterset wunderbar. Dieses Wechselklingen-Set habe ich während meiner Unizeit verwendet. Ein Graus! Die in Kombination mit einer harten, alten Linolplatte verderben dir sofort den Spaß. Denn eigentlich kann Schnitzen meditativ und entspannt sein. Klar, Schnitzen ist körperlich anstrengend – aber der Unterschied zwischen einem wirklich scharfen Werkzeug und einer Klinge, die nach kurzer Zeit stumpf ist – ist riesig!

Auch für Anfänger sind scharfe Klingen viel sicherer, da man mit ihnen nicht so schnell abrutscht wie mit stumpfen Klingen! Seine Werkzeuge zu beherrschen und ein Gefühl dafür zu haben, steht für sicheres Arbeiten auch an vorderster Stelle – dennoch erfordern die „günstigen Schnitzwerkzeuge“ viel mehr Kontrolle und Erfahrung als die hochwertigen Klingen.

linoldruck messer set
linoldruck presse alternative

Druck ausüben mit dem Handreiber

Mein erster Handreiber war nicht wirklich für mein Vorhaben geeignet. Den Filzreiber kann man ggf. für kleine Stempelmotive nutzen, für den Linoldruck ist der nichts. Damit kann man nicht den Druck aufbauen, den es benötigt. Stattdessen funktioniert dieser japanische Handreiber seit vielen Jahren wunderbar! Damit macht man zwar nur den ersten Andruck und wechselt dann zu einem Holzlöffel, aber dennoch gehört er zur Routine dazu!

Papier - hier kann man sparen!

Fancy Aquarellpapier oder schweres Büttenpapier mit 300 gsm sehen toll aus, fühlen sich luxuriös an und vermitteln Wertigkeit. Doch für Einsteiger und das Drucken per Hand sind sie nicht unbedingt empfehlenswert.

Um mit solchen schweren, stark texturierten Papieren ein gleichmäßiges Druckergebnis zu erzielen, braucht es deutlich mehr Druck und Geduld. Das kann schnell frustrieren – vor allem, wenn man noch kein Gefühl für Farbe und Druckstärke hat.

Deutlich einfacher sind glatte, leichtere Papiere im Bereich von 130–180 gsm. Diese nehmen die Farbe besser auf und liefern schnell saubere Ergebnisse. Mein persönlicher Favorit ist ein Papier aus der Druckerei, 160 gsm, Typ Design Offset White. Ähnliche Varianten findest du oft unter der Bezeichnung Cartridge Paper.

Natürlich ist Papier auch immer Geschmackssache. Die Wahl hängt stark vom Motiv ab: Einfarbige, florale Designs können auf handgeschöpftem Papier besonders schön wirken und dem Druck eine ganz eigene Note verleihen.

Bist du jedoch noch am Anfang, empfehle ich dir, zunächst ein leicht zu bedruckendes Papier zu wählen. Mit wachsender Erfahrung kannst du dich dann Schritt für Schritt an andere Papiersorten herantasten – bis du dein persönliches Lieblingspapier gefunden hast.

linoldruck papier material

Warum gutes Material keine Geldverschwendung ist

Schlechte Druckresultate können so frustrierend sein. Und auch wenn das Ausprobieren zum Erlernen eines Hobbys dazugehört, brauchen wir alle diese kleinen Erfolgserlebnisse, die uns motivieren, dranzubleiben.
Je öfter wir drucken, desto besser werden wir – aber: Die falschen Produkte können uns die Freude schnell verderben. Wenn Farben nicht richtig decken oder das Werkzeug schlecht in der Hand liegt, verliert man schnell die Lust am Drucken.

Natürlich ist es verständlich, am Anfang sparen zu wollen – gerade, wenn man noch nicht weiß, ob das neue Hobby von Dauer ist. Trotzdem lohnt es sich, in ein paar gute Farben und Werkzeuge zu investieren. Sie machen den Einstieg so viel leichter – und falls du später etwas anderes ausprobieren möchtest, kannst du vieles problemlos weiterverkaufen.

👉 Wenn du wissen möchtest, welche Produkte sich für Linoldruck-Einsteiger wirklich lohnen, dann lade dir meine kostenlose PDF-Werkzeugliste herunter.

Und wenn du direkt richtig durchstarten willst:
In meinem Onlinekurs zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du ohne Frust deinen ersten mehrfarbigen Linoldruck anfertigst – garantiert mit Spaß und Erfolg! 🥳

Linoldruck Anleitung

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Linoldruck Walzen

Linoldruck Produkte kaufen – Meine besten Shops & Tipps

admin

Wenn du meine Werkzeugliste heruntergeladen hast oder meine Videos von Instagram kennst, hast du jetzt sicherlich eine Idee davon, was man als Linoldruck-Anfänger (oder Fortgeschrittener) wirklich braucht.

Aber: Wo kann man die ganzen Produkte kaufen? Ich zeige dir hier, wo ich selbst meine Lieblingsprodukte bestelle und welche Shops ich empfehle.

Du musst natürlich nicht exakt die Produkte kaufen, die ich vorstelle. Es sind persönliche Empfehlungen aus meiner Erfahrung, die ich besonders hervorhebe. Wenn du deine Favoriten in deiner Nähe nicht findest, schau, welche Alternativen verfügbar sind. Wie bei jedem Hobby wird es wahrscheinlich nicht bei einer einmaligen Bestellung bleiben – und dann lohnt es sich, dass der Einkauf unkompliziert ist. und wenn du dich fragst, welche Produkte überhaupt nützlich sein könnte, lies hier weiter.

linoldruck material kaufen

Firmen Websites

Einige Hersteller, deren Produkte ich liebe, geben auf ihren Websites an, wo sie weltweit verkauft werden. Das ist immer der erste Anlaufpunkt. Wenn dein Land nicht aufgeführt ist, lohnt sich ein Blick auf Nachbarländer und deren Exportmöglichkeiten.

Meine Farbwalzen sind von Speedball Art
Meine Schnitzwerkzeuge von Pfeil
Meine Linoldruckplatten von Essdee UK
Meine Farben von Cranfield

Anna Hermsdorf Printmaker

Deutschland

Es gibt einige Kunstmaterialshops, die ich sehr gerne mag, da ich dort gebündelt alles an einem Ort kaufen kann. Für Deutschland ist das gerstäcker bzw. www.kreativ.de (ist der kleine Bruder, die Shops sind identisch). Boesner.com verkauft die Pfeil Werkzeuge auch und hat in Deutschland einige Geschäfte, dafür verkaufen sie dort nicht die Farben, daher nur zweite Wahl für mich. Auch der niederländische Shop polymetaal.nl ist empfehlenswert (obwohl die Website gewöhnungsbedürftig ist). 

Weltweit

In UK kaufe ich gerne bei www.jacksonsart.com oder www.handprinted.co.uk . Befragt auch gerne Amazon – in Deutschland ist die Auswahl dort eher mau, was gute Druckutensilien angeht aber in anderen Ländern könnte das eine gute Quelle sein.

Einige weitere Shops, die mir auf der Website von Cranfield vorgeschlagen werden:

Frankreich: www.geant-beaux-arts.fr
Niederlande: www.gerstaecker.nl
Dänemark: www.aartdevos.dk
Schweden: www.ibwahlstrom.se
USA: www.dickblick.com

Linol Druck Produkte

Linoldruck Anleitung

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Linoldruck Presse Woodzilla

Braucht man eine Presse für Linoldruck? – Tipps & Alternativen

admin

Um es kurz zu machen: Es kommt darauf an. Wie immer. Ich habe die ersten 1,5 Jahre ohne Linoldruck Presse gearbeitet, und das hat wunderbar funktioniert. Doch sobald du einmal in den Genuss einer Presse gekommen bist, willst du vermutlich nicht mehr darauf verzichten.

So viel ist sicher: Du brauchst keine Presse, um gute Abzüge deiner Linoldruck-Platte zu erzielen! Es erfordert nur mehr Aufwand – hauptsächlich Kraftaufwand.

Linoldruck Presse

Die Alternativen

Aber zunächst möchte ich die Alternativen zu einer Druckpresse aufzeigen.

Handreiber sind super nützlich, im Englischen „Baren“ genannt. Es gibt viele Variationen:

  • Klassischer Bambus-Handreiber: Traditionelles Werkzeug im japanischen Holzdruck, funktioniert auch für Linoldruck sehr gut. Du hältst ihn am Griff und reibst in kreisenden Bewegungen über das Papier. Ich nutze ihn hauptsächlich, um das Papier beim ersten Andrücken leicht zu fixieren.

  • Speedball-Handreiber: Hat ein hart gepolstertes Kissen, das sehr schön über das Papier gleitet, ohne es zu beschädigen.

printmaking japanese brayer
Linoldruck Handreiber Presse
Linoldruck Presse Speedball Baren
linocut supplies press

Beliebt: Der Holzlöffel

Unverzichtbar ist der Holzlöffel. Metalllöffel funktionieren zwar auch, können sich aber stark erwärmen. Mein Holzlöffel war früher Teil eines Salatbestecks – ein einfacher Kochlöffel tut es ebenfalls. Achte darauf, dass er eine glatte Oberfläche hat, um das Papier zu schützen.

Mit dem Löffel reibst du das Motiv in kleinen, kreisenden Bewegungen ab. Wichtig: Das Papier liegt auf dem Block – nicht umgekehrt.

Die Handdruckpresse

Wenn du viel und gerne druckst, solltest du über eine Handdruckpresse nachdenken. Ich selbst habe 2020 eine Handdruckpresse von Jan (Woodzilla) gekauft:

  • Preis: ca. 300 € plus Versand

  • Größe: A3 – du kannst A3-Papier und kleinere Formate bedrucken

  • Lieferung: inklusive Filzmatte für gleichmäßigen Druck

Mein erster Druck damit war eine Offenbarung! Die Ergebnisse waren so gleichmäßig und einfach zu erzielen, dass ich es kaum glauben konnte.

Trotzdem: Das Drucken per Hand funktioniert auch ohne Presse, verlangt dir aber Geduld und Kraft ab. Du wirst mehrere Minuten in leicht gebückter Haltung arbeiten, um genau zu sein, was du tust. Ein hoher Arbeitstisch kann helfen, ist aber nicht immer verfügbar.

Hier geht’s zum Etsy Shop von Jan, aka Woodzilla.

Linolschnitt Presse Woodzilla
Linoldruck Presse Woodzilla
printmaking press woodzilla

Brauchst du eine Druckerpresse?

Eine weitere Möglichkeit sind „Andruckwalzen“ – diese sehen den Farbwalzen teilweise sehr ähnlich und können auch als Farbwalze genutzt werden. Meine persönliche Präferenz sind die nicht, da ohnehin mit einem Holzlöffel nachgearbeitet werden muss. Den nötigen Druck kann man mit diesen allein nicht aufbauen. Außerdem finde ich diese weniger handlich und benutzerfreundlich.

Lerne erst einmal, das Hobby Linoldruck zu lieben, bevor du in eine Presse investierst. Sobald du bereit bist und es dir leisten kannst, wirst du die Anschaffung nicht bereuen. Für den Anfang sind Handreiber und ein Holzlöffel völlig ausreichend, um schöne Abzüge zu erzielen.

Willst du noch mehr über die wichtigsten Werkzeuge für Anfänger wissen? Dann lies meinen Artikel Linoldruck Werkzeug – Was Einsteiger wirklich brauchen.

Linoldruck Anleitung

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Linocut Style

Wie du deinen eigenen Linoldruck Stil findest – meine kreative Entwicklung

admin

Ich war schon immer kreativ. Schon als Kind habe ich gezeichnet, später Design studiert und dort meine Liebe zur Illustration entdeckt. Als ich 2018 mit Linoldruck begann, brachte ich also jede Menge Motivation und gestalterischen Background mit – aber keine Ahnung, wohin ich stilistisch eigentlich wollte.

Und ganz ehrlich: Hätte ich nicht recht früh einen Linoldruck-Stil gefunden, der sich für mich natürlich anfühlte, vielleicht hätte ich die Lust daran wieder verloren. Denn ein Stil ist mehr als nur eine Optik – er gibt dir Sicherheit, Orientierung und das Gefühl, wirklich „angekommen“ zu sein.

Wenn du gerade auf der Suche nach deinem eigenen Linoldruck-Stil bist, gib dir Zeit. Arbeite regelmäßig, experimentiere mit Farben, Formen und Themen. Irgendwann merkst du, dass du nicht mehr suchst – sondern einfach machst. Und genau da beginnt dein Stil.

linoldruck motive stil

Der Anfang: Schwarz-Weiß und Suche nach Ausdruck

Mein erster Linoldruck war das Porträt einer Wikingerin – meine „Lagertha“. Rückblickend finde ich es witzig, dass sie geschlossene Augen hatte. Ich hatte nämlich Angst, dass ein zu starrer Blick leblos wirkt. Aus dieser Unsicherheit wurde schließlich ein Markenzeichen: meine Figuren mit geschlossenen Augen.

Damals sahen meine Drucke noch sehr „typisch Linol“ aus – klar, schwarz-weiß, kontrastreich, handgemacht. Ich mochte das, fühlte mich aber noch nicht angekommen. Mir fehlte etwas – Tiefe, Farbe, Emotion.

Erste Experimente mit Farbe und Themen

Der nächste Schritt war ein Experiment: ein Druck mit Schlange und Totenkopf – inspiriert vom „Dunklen Mal“ aus Harry Potter. Es war das erste Mal, dass ich mit Farbschichten und Überlagerungen spielte. Noch nicht perfekt, aber ein großer Schritt in Richtung meines heutigen Linoldruck-Stils.

Kurz darauf folgten Arbeiten mit Zikaden und Pfingstrosen – und mir wurde klar, wie wichtig Farbe für mich ist. Sie verändert den gesamten Ausdruck eines Bildes, macht es lebendig, kraftvoll, emotional. Ab da wusste ich: Farbe wird ein fester Bestandteil meines Linoldruck-Stils.

Der Durchbruch: Mein erstes „Mädchen“ Portrait

Im Herbst 2018 entstand das erste Mädchen, das stilprägend für meine heutigen Arbeiten wurde. Dieses Motiv hat alles verändert! Es fühlte sich endlich richtig an – das war mein Stil. Ab da ging es Schlag auf Schlag: Ich entwarf ein Motiv nach dem anderen, fügte immer mehr Symbolik hinzu, experimentierte mit Formen und Farben.

So entstand mein typisches „Serienformat“ – Mädchen mit individuellen Themen, wiederkehrender Symbolik und viel Farbe. Dieses serielle Arbeiten gab mir Struktur und Sicherheit. Ich wusste, was der Rahmen war – und konnte mich innerhalb dessen frei entfalten.

Linoldruck Portrait Anfänger

Mein Learning: Stil im Linoldruck ist ein Prozess

Einen eigenen Stil zu finden, kann man nicht erzwingen. Er entwickelt sich mit jedem Druck, jedem Experiment, jedem Fehlversuch. Und selbst wenn du deinen Stil gefunden hast, bleibt er nicht statisch – er wächst mit dir.

Mach dir keinen Druck. Probiere aus, was dich fasziniert. Beobachte, was sich wiederholt, was dir leichtfällt, woran du Freude hast. Das sind oft die ersten Hinweise auf deinen persönlichen Linoldruck-Stil. Auf Youtube habe ich kürzlich ein tolles Video von Brooke Glaser gesehen, vielleicht hilft dir das. Es geht zwar eher um Illustration aber die zwei Disziplinen sind sich dennoch nah.

Ich bin gespannt, wie meine Arbeiten in drei Jahren aussehen werden – vielleicht ganz anders. Und das ist das Schöne daran: Stil bleibt immer in Bewegung.

Linoldruck Anleitung

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linoldruck werkzeuge und arbeitstisch

Linoldruck Werkzeug – Bei welchen Produkten du sparen kannst

admin

Die Frage aller Fragen: Welche Werkzeuge braucht man als Linoldruck-Anfänger? Gerade am Anfang möchte man kein Vermögen ausgeben und schon gar nicht die falschen Materialien kaufen. Trotzdem rate ich: Nicht am falschen Ende sparen! Günstige Produkte können schnell frustrieren, weil sie ohne Erfahrung und Übung schwieriger zu handhaben sind.

Aus vielen eigenen Versuchen weiß ich: Stumpfe Messer, harte Linolplatten oder unpassende Farben führen zu unsauberen Drucken – und manchmal sogar zu Verletzungen. Die beste Lösung ist eine Mischung aus Einsteiger- und Profi-Werkzeugen.

In diesem Artikel erfährst du, bei welchen Produkten du sparen kannst und wo sich eine Investition lohnt. Wenn du lieber gleich loslegen willst – lad dir hier einfach meine Werkzeugliste für dein Linoldruck Starterkit herunter!

linoldruck werkzeug geld sparen

Schnitzmesser – Das wichtigste Linoldruck Werkzeug

Ein gutes Schnitzmesser ist das Herzstück deines Linoldruck-Sets. Stumpfe oder billige Messer machen das Schnitzen gefährlich und unpräzise.

  • Mittlere V-Klinge: Ideal für feine Linien und Details, aber auch für tiefe Gräben.

  • Breite U-Klinge: Perfekt, um größere Flächen wie Hintergründe freizustellen.

  • Breite flache Klinge: Vielseitig einsetzbar, kaum falsch zu machen.

Sparen oder investieren?
💡 Investiere! Günstige Sets stumpfen schnell ab und lassen sich meist nicht nachschärfen. Gute Messer wie die von Pfeil bleiben über Jahre scharf und machen das Schnitzen sicherer und präziser.

linoldruck schnitzwerkzeuge
Linoldruck Walzen

Farbwalzen – Gleichmäßiger Farbauftrag leicht gemacht

Bei Farbwalzen empfehle ich einen Mittelweg. Ich nutze Weichgummi-Walzen, weil sie die Farbe gleichmäßig verteilen und angenehm zu führen sind.

Tipp: Zwei bis drei Walzen genügen erstmal – eine schmale und eine mittelbreite. Wenn du hauptsächlich im Format A4 arbeitest, brauchst du keine größere.

Sparen oder investieren?
💡 Lieber investieren. Die Walzen mit dem Rundstahlgestell von ABIG beispielsweise würde ich nicht empfehlen, stattdessen sind die Speedball deluxe Soft Farbwalzen ein Traum  und mit den noch günstigeren Soft Farbwalzen von Essdee UK lässt sich ebenfalls prima arbeiten.

Farbe – Ölbasiert & waschbar

Mein wichtigster Tipp: Verwende ölbasierte, waschbare Linoldruckfarben.
Wasserbasierte Farben trocknen zu schnell – besonders bei Wärme – und machen Mehrfachdrucke schwierig.

Mein Favorit: Caligo Safe Wash Relief Ink (Cranfield Colours)

  • Leicht mit Wasser & Seife zu reinigen

  • Gleichmäßige Druckeigenschaften

  • Seidig-mattes Finish

Sparen oder investieren?
💡 Investiere! Gute Farbe ist der Schlüssel für saubere Drucke. Ich arbeite seit Jahren ausschließlich mit den Farben von Cranfield namens Caligo Safe Wash Relief Ink.

linoldruck ölbasierte farben
linoldruck papier

Papier – Nicht immer teuer = besser

Teures Papier ist kein Muss. Für den Start reicht glattes, leicht bedruckbares Papier. Ich nutze z. B. 160 g/m² Design Offset White, das auch für Magazine verwendet wird. Das kaufe ich allerdings in einer lokalen Druckerei.

Tipp:
Je schwerer oder strukturierter das Papier, desto schwieriger wird der Druck – besonders ohne Presse. Für Einsteiger eignet sich glattes Papier perfekt.

Sparen oder investieren?
💡 Sparen möglich Starte mit preiswertem Papier und steig später auf handgeschöpftes oder Spezialpapier um, wenn du mehr Erfahrung hast.

Linolplatten – Traditionell bleibt Favorit

Mein Favorit ist das graue, klassische Linol, oft als Battleship Grey bekannt. Es riecht angenehm, lässt sich gut schneiden und vermittelt das typische Linoldruck-Gefühl.
Andere Materialien wie Softcut oder Vinyl sind weicher, fühlen sich aber ganz anders an und verhalten sich beim Schneiden ungewohnt.

Sparen oder investieren?
💡 Investiere mäßig! Klassisches Linol von Essdee UK ist mein Favorit. Dazu brauchst du aber in jedem Fall scharfe Schnitzwerkzeuge!

linoldruck platten
linocut pressing tools

Handreiber – Für Druck ohne Presse

Wenn du keine Presse besitzt, kannst du mit Holzlöffel oder japanischem Handreiber („Baren“) trotzdem schöne Abzüge erzielen. Es dauert zwar etwas länger, aber funktioniert wunderbar – vor allem für kleine Formate.

Sparen oder investieren?
💡 Sparen erlaubt! Ein Holzlöffel reicht oft völlig aus. Ein japanischer Handreiber ist eine super Ergänzung.

Fazit – Wo sparen, wo investieren?

Nicht sparen bei Schnitzmesser und Farbe – diese machen den Unterschied zwischen Spaß und Frust aus. Sparen möglich: Farbwalzen, Papier und Handreiber. Linol: Traditionell grau zusammen mit scharfem Werkzeug = optimale Kombination.

Mit den richtigen Werkzeugen wird das Linoldrucken zum Vergnügen und du erreichst schnell gute Ergebnisse. So bleibt die Freude am Hobby und Frust kommt gar nicht erst auf.

Ich kann dir bei zwei Dingen helfen: eine Auswahl guter Produkte zu finden, mit denen du auch und gerade als Anfänger starten kannst! Lad dir hier meine kostenlose Werkzeugliste runter. Und wenn du direkt durchstarten willst, dann ist mein Onlinekurs für dich. Dort zeige ich dir Schritt für Schritt in Videoform, wie alles funktioniert.

Linoldruck Anleitung

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